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Fédération Luxembourgeoise de Volleyball

Neues Spiel, neues Glück

Es begann im September

von Anne Hasdorf

 

Wie schnell die Zeit vergeht. Es ist wieder September.
Nach einem schönen, emotionalen und doch sehr kurzen Sommer klopft die neue Saison schon wieder an meine Haustür. Meine sechste in Luxemburg und auch die bisher Kürzeste. Mit der WM-Qualifikation der Nationalherren kurz nach Neujahr, dem Europapokalspiel unserer Strassener Herren gegen den Bundesligisten vom Mörser SC - nach den letzten Hammerspielen gegen die schwächelnden Italiener aus Modena und die Tel Aviver meiner Meinung nach erneut ein Volleyballleckerbissen - den SCDs, dem Novotel-Cup und natürlich last but not least d’Spiller - endlich ist es 2013! - in unserem Großherzogtum steht ein Feuerwerksjahr der Extraklasse an.
Um sich optimal auf diese Großereignisse vorbereiten zu können, wurde auch das Meisterschaftssystem der Novotel-Ligue 2012/2013 ein wenig abgeändert.
Grundsätzlich gibt es keine spielfreien Wochenenden mehr, die in den letzten Jahren für Trainingseinheiten der Nationalmannschaften genutzt wurden. Dadurch wird bereits Mitte März die Entscheidung über den nächsten Thronfolger oder auch -verteidiger fallen. Damit hat die FLVB-Auswahl weitaus mehr Spielraum, um ab März sich in die Vorbereitungen auf den Sommer 2013 zu stürzen. Die Struktur der Finalspiele erhielt ebenfalls ein neues Design. Die Finale werden, sollten es drei Spiele werden, auch an drei Wochenenden ausgetragen. Desweiteren wird die Bronzemedaille nur noch in einem Entscheidungsmatch vergeben -  glaubt mir, aus eigener Erfahrung eine sehr gute Idee. Hier noch einmal ein großes Danke an die Clubs und ihre wertvolle Unterstützung für die nächste Saison und das neue Modell.


Zu unseren Teams. Wie jedes Jahr kämpfen jeweils acht Gladiatoren in den beiden luxemburgischen Volleyballarenas.
Bei den Herren geht der Doublé-Gewinner aus Strassen auch in diesem Jahr als Favorit ins Rennen. Schaue ich mir die Statistiken an, wird mir sogar ein wenig schwindlig: zehn Mal Meister, acht Mal Pokalgewinner, drei Doublés und 37 ( !) Europapokalteilnahmen. Nebenbei im letzten Jahr ein niederlagsloser Durchmarsch von Anfang bis Ende der Saison sowie das Erreichen des 1/16-Finales auf europäischer Spielwiese beim Europapokal. Eine beeindruckende und historische, letzte Saison und auch im kommenden Jahr soll das Erfolgsrezept fortgesetzt werden, wobei es in meinen Augen eine mehr als fundamentale Änderung gibt. Ein alt Bekannter übernimmt die Trainerrolle von Langzeitcoach Herman Jenne, der in Strassen den Posten des Sportdirektors antritt : Slim Chebbi. Interessant.
Desweiteren möchte ich einen Willkommensgruß an den vor einigen Jahren in Österreich verschollenen Luxemburger Tycho Eichstädt senden, der ab Dezember als Libero hinzustößt. Jean Pierre Londiniere (Volleyball Villefranche Beaujolais) ergänzt auf der Mitte und der Diagonalposition den altbewährten Kader.

Der Fluch des ewigen Zweiten in den letzten Jahren sowie das Pech im Pokal soll im nächsten Jahr die Fentinger nicht mehr heimsuchen. Obwohl mit dem aus persönlichen Gründen nach Polen zurückkehrenden Slawomir Kudlaczewski nach vier Jahren sowohl eine große Stütze als auch auch ein Freund wegfällt, können die erfolgreichen Fentinger sich auf spannenden Neuzugang freuen. Mit Dimitrov Radoslav, ein durchaus groß zu nennender Zuspieler von 2,04 Metern mit Spielerfahrung in den Topmannschaften Warna, Tours, Maizières-les-Metz und Ajaccio, erhält die Multinationalitätenmannschaften beachtliche Verstärkung. Radoslav ist in Bulgarien geboren, hat aber inzwischen die französische Nationalität erworben. Mit dem Deutschen Hendrik Eynöthen, den ich in diesem Sommer bereits das ein oder andere Mal auf den luxemburgischen Beachfeldern erwischt habe, wird ein weiterer Angreifer das Team komplettieren. Trotzdem und hier finde ich einfach keine Übersetzung, die dessen gerecht wird: Pourtant au centre le trou laissé par Jonathan Remond n’a toujours pas été fermé.


Meine lieben Nordstädter aus Diekirch. Sie haben in den letzten Jahren immer wieder für Wirbel gesorgt und auch in der nächsten Saison sind diese Jungs einfach nicht aus der obersten Rige wegzudenken. Nur das Finale muss nun endlich her. Nach dem Abgang von Langzeitdiekircher Raoul Jungers wurde mit Nazarii Gorbatiouk die Stelle des Stellers neu besetzt. Zwischen Erfolgszuspielertrainer Andrey Gorbachev und Gorbatiouk ist für aufmerksame Zuschauer dann auch der ein oder andere Schlagabtausch auf Russisch zu beobachten. Mit dem Ex-Escher Nationalspieler Arnaud Maroldt gewinnen die Brauereistädter zudem einen druckvollen Diagonalspieler hinzu.

 

Der eindrucksvolle Durchmarsch vom Erstdivisionisten zum Vierplatzierten. Im nächsten Jahr könnte es für die Walferdinger Herren jedoch schwerer werden. Mit dem Weggang von Nationalzuspieler Gilles Braas zum Kader des deutschen Zweitligisten aus Coburg - ein natürlicher Schritt für das junge Zuspieltalent - fällt ein Urgestein der letzten Jahre weg. Mit dem neuen Zuspieler Bastien Miest sowie vielen Jugendspielern werden die Walferdinger Herren nun kontinuierlich eine neue, erfolgreiche Mannschaft aufbauen. Schaue ich mir nur vereinzelte Nachnamen wie Bichel, Alliaume, Ernster oder Soptelea in der Kaderliste so an, habe ich ein Déjà-Vue, denn bereits im weiblichen Bereich konnte Walferdingen eine junge Mannschaft beeindruckend nach vorne bringen.


Der Fünftplatzierte aus Lorentzweiler spielte jahrelang im luxemburger Herrenvolleyball oben mit. Danach hängten wichtige Spieler den Volleyballschuh an den Nagel oder verließen Land oder Verein, während Mannschaften wie Fentingen und Diekirch sich in der oberen Hälfte festsetzten. In den letzten Jahren wurde es ruhiger um die sympathische Mannschaft um Trainerspieler Laurent Van Elslande, die sich zunehmend auf die Jugendarbeit konzentrierte. Denke ich an Mittelblocker Chris Zuidberg, dann wohl mit Erfolg. Im nächsten Jahr will Lorentzweiler nun wieder die Play-Offs anvisieren. Trotz der studienbedingten Abgänge von Libero Yannick Muller und Angreifer Daniel Zuidberg kann sich das Team über den Neuzugang Leszek Kurowski freuen, der in den letzten Jahren in Diekirch und Petingen aufspielte. Mittelblocker Pol Christophory wird voraussichtlich von seinen Studien im fernen Irland zurückkehren, während Jugendspieler wie Eric Haas, Paul Heinen und Charel Junck integriert werden. Vielleicht heißt es in diesem Jahr wieder : Play-Offs - es wäre eine Belohnung der Arbeit der letzten Jahre.

 

Doch vorher so scheint es mir, möchte auch Bartringen, in den letzten Jahren immer mal wieder knapp an den Play-Offs vorbeigeschrammt, ein Wörtchen mitreden. Mit den Rückkehrern Jan Lux, Hallennationalspieler, und Djamel Belhaouci, Beachnationalspieler, aus der Fremden, Ex-Diekircher Zuspieler Raoul Jungers und Ex-Strassener Mittelblocker Alessandro Escher kann Trainer Adrian Groza, der seine Mannschaft mit dem Wort Phœnix durchaus treffend beschreibt, einen meiner Meinung nach beeindruckenden Kader vorstellen.


Wenn ich an die Südländer aus Petingen denke, denke ich an eine suboptimal gelaufene letzte Saison. Petingen wurde Vorletzter. Im Vergleich zu den Erfolgen der vorangegangenen Jahre blieb Petingen weit unter seinen Möglichkeiten, auch wenn die Mannschaft durch Personalmangel stark geschwächt wurde. Mit dem neuen, luxemburgisch-rumänischen Trainerspieler Paul Dobre will Petingen nun in eine neue Saison starten.


Uum Aufsteiger. Meine Vermutungen vom letzten Jahr fühlen sich nun bestätigt. Esch konnte sich nicht halten, dafür kommen die Hauptstädter aus Bonneweg zurück. Nachdem sie im Jahr von dem Jahr zuvor bereits einmal die Luft der Novotel-Ligue schnupperten, wagen sie es nun erneut.

 

Und in der nächsten Folge lesen sie: Teamgeist, Jungblut, Altmeister mit frischen Gedanken, Jungblut II, Gummimauer und weitere... to be continued....

 

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