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LetzBeach

Beachers on tour

Fotos: Peter Vergauwen

Von Matthias Cloot

Belgische Meisterschaft Aalst

07. - 08.07.2018

An diesem Wochenende verschlug es uns nach Aalst in Belgien, wo wir für das Turnier nach langem Hin und Her eine Wildcard bekommen hatten.

Eigentlich hatten wir vor, fast die komplette belgische Tour mitzuspielen, doch mangels zu weniger Punkte und durch die kurzfristige Einschreibungen anderer belgischen Teams wurden wir jedes Mal dienstags vor jedem Turnier wieder abgemeldet (es werden nur 37 Teams angenommen) was wiederum dazu geführt hat, dass wir für alle anderen Turniere in Deutschland zu spät dran waren.

Somit hatten wir den Entschluss gefasst, uns in Belgien komplett abzumelden und uns nur mehr auf die deutsche Tour zu spezialisieren und dann über den luxemburgischen Verband eine Wildcard für die belgische Meisterschaft anzufragen.

5h30 ging der Wecker, 6h Abfahrt nach Aalst, 8h30 das erste Spiel.

Wir mussten sofort gegen ein gut eingespieltes, sehr junges Team antreten, das uns mit guten Floataufschlägen direkt unter Druck setzte. Die Tatsache, dass in Belgien mit Bällen der Marke Gala gespielt wird, half uns da auch nicht sonderlich.

Nach 2 Sätzen Kopf an Kopf Rennen konnten wir uns mit jeweils 21-19 durchsetzen und hatten dadurch die Chance, unsere nächsten Gegner spielen zu sehen um uns etwas vorbereiten zu können.

Im zweiten Spiel hatten wir unsere Gegner besser unter Kontrolle und wir konnten etwas an unseren Aufschlägen feilen (im ersten Spiel hatten wir zusammen 12 Aufschlagfehler..).

Resultat 21-17 und 21-15 für uns.

Somit waren wir Gruppensieger und konnten das Platzierungsspiel für einen Platz im Hauptfeld sonntags gegen einen anderen Gruppensieger spielen. Nur die Gruppensersten kamen für das Qualifikationsspiel für’s Hauptfeld sonntags in Frage.

Dies war so alles nicht geplant, das Niveau in Belgien ist ziemlich hoch und wir gingen davon aus dass wir den Samstag nicht überleben würden und wir somit den Sonntag als Ruhetag gehabt hätten.

Aber keiner von uns beiden spielt um zu verlieren, also haben wir uns beschlossen, noch ein letztes mal Gas zu geben um uns für das Hauptfeld zu qualifizieren.

Unsere Gegner Sannen/ Hoeyberghs waren ohne Schwierigkeiten durch ihre Gruppe spaziert und hatten uns auch etwas unterschätzt.

Wir waren jetzt komplett weg vom Sprungaufschlag wieder zurück auf Floataufschlag gewechselt, hatten unser Blocktiming geändert und unsere Abwehrtaktik um 180° gedreht, da das Spiel in Belgien viel technischer und kraftvoller war als das, was wir von der deutschen Tour mittlerweile gewohnt waren.

Diese Umstellungen sollten ihre Früchte tragen, der erste Satz ging hart umkämpft mit 21-19 an uns.

Im zweiten Satz ging es wieder identisch zum ersten Satz los, wir lagen Kopf an Kopf bis 12-12, wo die Schiedsrichterin ein Drückduell zu Gunsten unseres Gegners gepfiffen hatte und der schon mit dem Spielball in Richtung Aufschlag verschwand.

Matthias war nicht einverstanden mit dieser Entscheidung und liess sich auf eine Diskussion mit der Schiedsrichterin ein um die (korrekte) Sicht der Dinge zu schildern. Nach 3 Minuten bekamen wir Recht und zack war der Punkt unser. Weder Gegner noch Publikum verstanden wieso und es wurde etwas lauter, jeder der Petko und vor allem Matthias kennt, weiss dass wir solche Gelegenheiten dann immer nutzen, um die Gegner etwas aus der Reserve zu locken. Gesagt, getan und somit brachen sie ein: wir zogen mit einem starken 9 zu 3 durch zum Sieg, 21-15.

Somit ging unser Qualisamstag ohne Satzverlust bei sehr heissen 32° in der prallen Sonne zu Ende und wir fuhren wieder zurück nach Luxemburg.

Sonntags früh wieder das gleiche Szenario um um 8h30 zeitig zum ersten Spiel anzutreten.

Wir sind beide keine unbekannten Spieler innerhalb der belgischen Beachszene und somit haben wir viele alten Bekannte im Hauptfeld wiedergesehen und uns über alten Zeiten unterhalten.

Jedoch mussten wir schnell feststellen, dass das Niveau der Hauptrunde nichts mit dem Niveau der Quali am Samstag zu tun hat.

Das erste Spiel wurde schon direkt zum wahren Krimi in der prallen Sonne gegen 2 grosse Spieler die schon 6 Jahre zusammen spielen, wo beide Teams gekämpft haben wie die Löwen und sich kein Team mit mehr als 2 Punkten vom anderen absetzen konnte, erster Satz 25-27 verloren und zweiter Satz 23-21 gewonnen.

Im Tie Break kam es dann wie es kommen musste und die vom Vortag gespielten Sätze, haben ihren Tribut gezollt: die Gegner konnten uns ein Break nach dem anderen klauen und somit stand es am Ende 10-15.

Im zweiten Spiel ging es gegen den Seed 5, ein sehr gut funktionierendes und routiniertes Team, was wir auch sofort im ersten Satz merken sollten: Endstand 13-21.

Beim Satzwechsel haben wir noch einmal unsere Taktik umgestellt und die letzten Energiereserven mobilisiert um uns wieder ins Spiel zurückzukämpfen und das wurde belohnt: 21-19 für uns!

Somit standen wir wieder im Tie Break doch diesmal sollte alles anders kommen: der Gegner machte immer mehr Eigenfehler und hat Petkos Block mehrere Male komplett unterschätzt, womit wir dem Gegner unser Spiel aufzwingen konnten und den Tie Break mit 15-12 gewonnen haben.

Da wir jetzt in unserer Gruppe jeweils einen Sieg und eine Niederlage hatten, mussten wir auf das Resultat des Spiels unserer Gegner warten um zu wissen, ob wir weiterspielen würden oder nicht.

Die Gegner gegen die wir verloren hatten, konnten mit 16-14 im Tie Break gewinnen und somit stand fest, dass wir 2. in unserer Gruppe waren.

Nach der Freude kam die Ernüchterung - unser nächstes Spiel war schon sofort das Viertelfinale gegen ein professionelles Team Colsen/Deroy, welches schon Jahrelang mitspielt und regelmässig Turniere gewinnt.

Lange Rede, kurzer Sinn: klare 2-0 Niederlage, wo wir den Unterschied zwischen Vollprofis und motivierten Hobbyspielern nochmals gezeigt bekamen: 13-21 und 14-21.

Aber genau solche Spiele sind es, die wir brauchen um an unseren Schwachpunkten arbeiten zu können und genau das haben wir uns vorgenommen.

Danach war für uns das Turnier auf dem 5. Platz (bei 37 teilnehmenden Teams) beendet und unsere letzten Gegner haben weitergemacht bis zum verdienten Turniersieg.

Das ganze Turnier hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht und wir freuen uns darauf, am 21. Juli in Esch bei der luxemburgischen Meisterschaft antreten zu können.

 

See you in Esch!

 

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